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MicrostaxxNews – Das Magazin

Informationen zu IT-Trends speziell für Sie zusammengestellt

Hier lesen Sie News zu aktuellen Technologie-Entwicklungen, Lösungen und Events, die Sie weiterbringen – im MicrostaxxNews Magazin zeigen wir Ihnen, was heute möglich ist und welchen Effekt das auf Ihren Business Case haben kann.

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22. Juli 2019

Trend Studie: Business-Chancen durch Edge-Computing

In den nächsten drei bis fünf Jahren werden viele Unternehmen einen starken Wandel hin zu Edge-Netzwerken durchleben. So das Fazit des 84-Seiten-eBooks: „Opportunity at the Edge: Change, Challenge, and Transformation on the Path to 2025“. Diese Studie wurde von Aruba in Zusammenarbeit mit dem Londoner Trendforscher Fast Future entwickelt.

Zurück zum Nutzer, an den Netzwerk-Rand

Edge (auf Deutsch „Rand“) soll signalisieren, dass Teile der IT wieder an den Rand des Netzwerkes wandern, also dorthin, wo der Nutzer mit dem Netz agiert. Diese De-Zentralisierung soll gemäß Fast Future Studie:

  1. Die Kunden- und Mitarbeiter-Erfahrung verbessern.
  2. Dynamischere, reaktionsschnellere und personalisierte Geschäftsmodelle schaffen.
  3. Und sogar das Wachstum neuer Branchen bewirken.

 

Morten Illum, Aruba VP EMEA (Bild: Aruba).

„Die Umfrage-ergebnisse aus dem eBook zeigen, welch großes kommerzielles Potenzial auf dem Gebiet der Edge-Technologien für Unternehmen schlummert, wenn diese bereit sind, die erforderlichen organisatorischen Veränderungen durchzuführen. Die Neuerungen durch Edge Computing zeigen sich insbesondere darin, wie Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Kunden und Mitarbeiter verstehen, bedienen und erfüllen. Auf diese Art werden Dienstleistungen dynamisch, unmittelbar und personalisiert definiert”, sagt Morten Illum, VP EMEA bei Aruba.

Edge Computing transformiert die Wirtschaft

Edge Computing erlaubt eine Datenverarbeitung in Echtzeit, direkt an der Schnittstelle von Menschen, Anwendungen und Dingen. Damit gewonnene Kenntnisse ermöglichen es Unternehmen, ihre Dienstleistungen auf die Bedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern zuzuschneiden, und letztendlich immersive Erlebnisse für Endkonsumenten zu schaffen. Edge-Technologien finden dabei in den verschiedensten Branchen Anwendung, von Bildung über den Einzelhandel bis hin zum Gesundheitswesen. Neue Nutzererlebnisse, wie ortsbezogene mobile Interaktionen, benutzerfreundliche Besprechungsräume und digital unterstützte Patientenversorgung, können Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Datenanalyse erkennt Kundenbedürfnisse

Die Analyse und Auswertung von Daten gibt tiefere Einblicke in die Kundenbedürfnisse und bietet darauf basierende individualisierte Dienstleistungen an. Mögliche Szenarien:

  • Einzelhändler bieten maßgeschneiderte Kleidung an, die auf ein 3D-Hologramm des Kunden zugeschnitten ist.
  • Schulen und Hochschulen setzen Edge-Technologien für eine stabile IT-Infrastruktur ein, um so die Leistung und Motivation der Schüler und Studenten zu verbessern.
  • Krankenhäuser verwenden IoT-Überwachungssensoren für eine kontinuierliche Patientenberichterstattung sowie Echtzeitdiagnosen am Behandlungsort und gewährleisten somit eine effiziente und effektive Versorgung.
  • Arbeitsplätze sind mit durchgehend verfügbaren Tools ausgestattet, die eine weltweite Zusammenarbeit von jedem Gerät aus ermöglichen.

 

eBook Download: Opportunity at the Edge: Change, Challenge, and Transformation on the Path to 2025

 

Bildquelle Beitragsbild: Adobe Stock

Diese innovativen Einsatzmöglichkeiten von Edge-Technologien werden laut Umfrage durch neue Geschäfts- und Umsatzmodelle erweitert:

  • 70% der Befragten CIOs und IT-Manager erwarten künftig eine Bezahlung durch Gesichtserkennung oder Biometrie,
  • 67% eine kommerzielle Nutzung der über das IoT angesammelten Kundendaten,
  • 63% erwarten personalisierte Sofortangebote,
  • 55% nachfrageorientierte und standortspezifische Preise, und
  • 52% Abonnementmodelle für alltägliche Einkäufe wie Lebensmittel und Kleidung.

Geschäftsstrategie überdenken

Obwohl es viele Möglichkeiten für den Einsatz von Edge-Anwendungen gibt, haben sich bisher nur relativ wenige Unternehmen entschlossen, diese konsequent zu nutzen. Eine einfache Implementierung der Technologien reicht nicht aus. Unternehmen müssen ihre gesamte Geschäftsstrategie überdenken, um die Vorteile von Edge Computing nutzen zu können.

Experimenteller Ansatz

Die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) gab an, dass ein Umdenken im Geschäftsleben erforderlich sei, um das Konzept einer Edge-Strategie zu adaptieren. Dazu gehört die Akzeptanz autonomer Entscheidungsfindung durch Edge Devices (60 Prozent), eine stärkere Unterstützung der Führungsebene bei der Suche nach intelligenteren Lösungen (53 Prozent) sowie die Bereitschaft, mit neuen Geschäftsmodellen für Edge-Anwendungen zu experimentieren (53 Prozent).

Investitionen und Schulungen

Weitere Aufforderungen an die Unternehmen betreffen den deutlicher zu definierenden Nutzen von Edge-Anwendungen für Kunden (50 Prozent), die Zuweisung geeigneter Investmentfonds (42 Prozent) und das Angebot von Schulungen zur Erkennung und Spezifizierung potenzieller Anwendungen (45 Prozent).

Beheben von Sicherheitsproblemen

Unternehmen müssen sich auch den erhöhten Sicherheitsherausforderungen eines Netzwerks stellen, das viele zusätzlich verbundene Geräte involviert. Darunter fallen Risikofaktoren im gesamten Netzwerk (hervorgehoben durch 82 Prozent der Befragten), die Unsicherheit darüber, ob ein Gerät angegriffen wurde (67 Prozent), das Hacken von Sprache oder biometrischer Erkennung (62 Prozent) sowie die Sorge, dass IoT-Geräte und -Sensoren eventuell nicht den notwendigen Sicherheitsstandards entsprechen könnten (62 Prozent).

Struktureller und strategischer Wandel

„Um die Chancen von Edge-Technologien nutzen zu können, müssen sich Unternehmen einem strukturellen als auch einem strategischen Wandel unterziehen, sagt Rohit Talwar, CEO von Fast Future: „Führungskräfte müssen eng mit der IT arbeiten, um ihre technologischen Möglichkeiten auszuschöpfen sowie einen konsistenten Dialog mit Mitarbeitern, Kunden und anderen wichtigen Interessengruppen pflegen. Gezielte Experimente mit klar definierten Zielen, proaktiven Projektverantwortlichen und zweckbestimmten Ressourcen sind wahrscheinlich der beste Weg“.

Edge-fähige Netzwerke einführen

Morten Illum, VP EMEA bei Aruba, fasst zusammen: „Edge Computing bietet vielen Unternehmen neue wirtschaftliche Chancen, aber sie sollten die damit einhergehenden erforderlichen Veränderungen nicht unterschätzen. Dies schließt die Implementierung einer Netzwerkinfrastruktur ein, die effizient und flexibel genug ist, um den höheren Anforderungen an Edge-Technologien und den damit verbundenen Sicherheitsbedrohungen standzuhalten. Angesichts des Tempos und der Unsicherheit des bevorstehenden Wandels ist es ebenfalls unerlässlich, dass jede Edge-Strategie auf einem offenen Technologie-Ökosystem basiert, welches Flexibilität für zukünftige Anpassungen und Entwicklungen bietet.“

Just set it & forget it – Die neuen Aruba Instant On Access Points für kleinere Unternehmen
07/2019
8. Juli 2019

Just set it & forget it – Die neuen Aruba Instant On Access Points für kleinere Unternehmen

Geht es um WLAN-Installationen bei großen Unternehmen, Instituten und Behörden, dann gehört Aruba schon seit Jahren zu den weltweit führenden Lieferanten. Doch auch kleinere Anwender-Firmen bis zu 100 Mitarbeitern benötigen im Zuge der Digitalisierung und Flexibilisierung ihrer Geschäftsprozesse ein immer besseres WLAN.

Man denke an kleine und mittlere Hotels, Pensionen, Arztpraxen, Ladengeschäfte, High-Tech-Start-Ups, Cafés und Restaurants – ein performantes, professionelles und sicheres WLAN für Mitarbeiter, Gäste, Kunden ist mittlerweile Standard.

Mit Aruba Instant On gibt es jetzt auch professionelles WLAN-MESH ab € 100  für kleinere Firmen bis zu 100 Mitarbeitern.

Just hier sieht Keerti Melkote, Mitgründer und Präsident von Aruba, einen 3-Milliarden-Dollar-Markt für WLAN-Lösungen, der bisher noch gar nicht konsequent mit passenden Produkten bedient wurde: Die üblichen Consumer-Produkte sind da nicht professionell genug, die bewährten Enterprise-Produkte dagegen meist zu mächtig und zu teuer.


Keerti Melkote, Mitgründer und Präsident von Aruba, sieht einen 3-Milliarden-Dollar-Markt für WLAN in kleineren Firmen bis zu 100 Mitarbeitern.

Für diese Markt-Lücke hat Aruba am 11. Juni 2019 auf seiner Kunden-Konferenz EMEA Atmosphere 2019 die neue Aruba Instant On WLAN-MESH-Familie angekündigt. Ab Juli 2019 sind die ersten fünf APs der neuen Familie lieferbar, die allesamt nahtloses Arbeiten ermöglichen, einfach zu verwalten sind und reibungslos an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden können.

Die Aruba Instant On Familie umfasst zum Markt-Start vier Indoor-APs und einen Outdoor-AP.

Vier APs eignen sich für den Indoor-Betrieb, davon drei für Decken- oder Wandmontage und einer zur spontanen Aufstellung, etwa auf Tisch, Theke, Fensterbank, oder Sideboard. Zudem gibt es gleich zum Start den wetterfesten Aruba Instant On AP17 für die Outdoor-Montage, etwa am Swimming-Pool eines Hotels, oder im Freibereich von größeren Cafés, Restaurants und Biergärten.

Attraktive Preise

Nennenswert sind auch die attraktiven Preise, die sogar mit gehobenen WLAN-MESH-Produkten aus dem Consumer-Bereich konkurrieren können. Der einfachste Aruba Instant On AP11 mit 2×2-WLAN-11ac-Wave-2-Technik etwa kostet keine 100 Euro, der mächtige Aruba Instant On AP15 mit 4×4-11ac-2-Power keine 200 Euro. Und auch der Outdoor-AP17 bleibt beim UVP knapp unter 250 Euro. Diese vorläufigen Preise könnten sich zwar noch geringfügig verändern. Unterm Strich sind sie aber ausgesprochen konkurrenzfähig.

Betont konkurrenzfähig: Die vorläufigen Preise für die neue WLAN-MESH-Familie.

Profi-Funktionen

Trotz moderater Preise haben die neuen MESH-APs viel zu bieten, unter anderem:

  • Einfach zu bedienende und intuitive App für schnelle Einrichtung und Verwaltung.
  • Management über die Instant On App oder über das Cloud-basierte Webportal.
  • Branchenführende Sicherheitsfunktionen, einschließlich WPA2 und WPA3.
  • Intelligente Mesh-Technologie für einfache Erweiterung des Netzwerks, vor allem in schwer zu verkabelnden Umgebungen.
  • Deckenmontage, Wandmontage oder direkt am Arbeitsplatz: Vielseitige Montageoptionen für verschiedenste Büroräume.

Flexible Skalierung bis zu 25 APs

Die Instant On Familie funkt mit Arubas branchenführender 802.11ac Wave 2-Technologie und zeichnet sich, neben der schnellen und einfachen Einrichtung, vor allem durch seine flexiblen Skalierungsmöglichkeiten aus.

Das neue Mesh-Netzwerk kann bis zu 25 Access Points und bis zu acht verschiedene SSID-Netzwerknamen umfassen. So lassen sich getrennte Netzbereiche für Mitarbeiter, Kunden und Gäste einrichten.

Bedarf an WLAN wächst und wächst

Mobile Geräte am Arbeitsplatz nehmen weiter zu, Cloud-basierte Anwendungen kommen immer häufiger zum Einsatz, und Großunternehmen bieten schon längst lückenloses WLAN. Kleine Unternehmen sind also gezwungen, ihre Netzwerkanforderungen zu überdenken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem müssen sie sich mit den wachsenden Erwartungen der Benutzer auseinandersetzen: eine sichere, immer verfügbare Konnektivität sowie der Wunsch, sich den wichtigsten technologischen Veränderungen und Trends anzupassen. Das alles bei nach wie vor begrenzten IT-Ressourcen der Kleinunternehmen.

Digitale Transformation im SMB-Sektor

Laut IDC FutureScape-Studie “Worldwide SMB 2019 Predictions” vom November 2018 sehen „zwei Drittel der KMUs bis Ende 2023 die digitale Transformation als Hauptbestandteil ihrer IT-Strategie an“. Gleichzeitig „stellt das wachsende Interesse an der digitalen Transformation neue Anforderungen an die Kommunikationsinfrastruktur von KMUs, einschließlich WLANs“, heißt es in einer weitere IDC-Studie zum Thema “SMB WLAN Infrastructure: Evolution of a Rapidly Expanding Market Segment,“ vom April 2018. Kurzum: Der Markt für Profi-WLANs im SMB-Sektor ist reif. Die Antwort von Aruba lautet: Instant On!

Qualität und Sicherheit

Die „Qualität und die Sicherheit der Wi-Fi Verbindung ist ein sehr wichtiger Faktor für Kunden kleiner Unternehmen. Denn die Entscheidung wo die Kunden spielen, übernachten, essen oder eben Geschäfte machen, hängt sehr stark mit einem positiven WLAN-Erlebnis zusammen“, sagt Zeus Kerravala, Gründer und Leitender Analyst bei ZK Research. „Aruba Instant On ermöglicht nun kleinen Unternehmen, seinen Kunden eine unkomplizierte und stabile WLAN-Lösung zu bieten. Gleichzeitig kann diese von jedem mobilen Gerät und sogar von technisch weniger versierten Personen gesteuert werden.“

Preis und Verfügbarkeit:

Die ersten Aruba Instant On Access Points sind ab Juli 2019 mit einem Listenpreis ab 100 Euro verfügbar.

 

Weitere Infos:

Aruba Instant On Website (engl.)

Blog-Post: “Always-On” Wi-Fi that your small business deserves

Blog-Post: Extend Your Small Business Reach with Aruba Instant On

Diskutieren in der Instant On Community

 

Quelle aller Bilder: Aruba

25. Juni 2019

5G versus WiFi-6-WLAN: Wer wird Campus und Indoor versorgen?

Bald können deutsche Firmen lokale 5G-Frequenzen für Private 5G-Netze beantragen. Doch das Interesse ist laut einer Bitkom-Umfrage erstaunlich gering. Die meisten wollen beim WLAN bleiben.

Nach 2G, 3G, 4G steht nun 5G vor der Tür, die 5te Generation des Mobilfunks. Die Frequenz-Würfel sind schon mal gefallen: Am 12. Juni 2019 ist die Versteigerung der 5G-verdächtigen Frequenzen von 3400 bis 3700 MHz sowie rund um 2 GHz für die bundesweite Nutzung zu Ende gegangen. Insgesamt wurden in diesen Bändern 420 MHz für 6,5 Milliarden an die vier Netzbetreiber Drillisch Netz AG, Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG, Telekom Deutschland GmbH und Vodafone GmbH versteigert. Es war ein zähes Ringen: 497 Auktionsrunden in 52 Tage – die längste Frequenz-Versteigerung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Bundesweite 5G-Netze von 3400 bis 3700 MHz

„Das Ende der Auktion ist zugleich der Startschuss für 5G in Deutschland. Ich freue mich, dass vier Unternehmen Frequenzen ersteigert haben und beim 5G-Netzausbau in Wettbewerb treten. Die Frequenzen sollen nicht nur für den neuen Mobilfunkstandard 5G, sondern auch für eine bessere Mobilfunkabdeckung in Deutschland eingesetzt werden. Es liegt nun in der Hand der Unternehmen, die Frequenzen zügig zu nutzen und die damit verknüpften Versorgungsauflagen zu erfüllen“, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur am 12. Juni 2019.

Der Bitkom Verband fasst die Versprechungen von 5G zusammen
(Bildquelle: Bitkom)

 

Mit dem zermürbenden Auktions-Gerangel hat der deutsche 5G-Hype vielleicht schon seinen Höhepunkt überschritten. Trotzdem zweifelt kaum jemand daran, dass Deutschland eine gute 5G-Versorgung braucht, vor allem für mobile Outdoor-Szenarien wie etwa selbstfahrende Automobile. So viel erst mal zum öffentlichen, bundesweiten 5G.

Lokale 5G-Netze von 3700 bis 3800 MHz

Nach dem Abschluss der bundesweiten 5G-Auktion will die Bundesnetzagentur im zweiten Halbjahr 2019 noch weitere 100 MHz Bandbreite im Bereich von 3700 bis 3800 MHz nach entsprechenden Anträgen für den Aufbau lokaler 5G-Netze vergeben. Und zwar zum Kosten-Deckungs-Prinzip, also nicht per Auktion gegen Höchstgebote.

Eignung für Hallen und Werksgelände

Just diese lokalen Frequenzen von 3700 bis 3800 MHz zielen auf lokale Anwendungen, etwa in Hallen und auf Werksgeländen. Zum Vergleich: Das ebenfalls lokal orientierte WLAN funkt bekanntlich bei 2,4 und bei 5 GHz: Dabei funkt 2,4 GHz etwas weiter, 5 GHz etwas schneller.

100% aller befragten Industriefirmen ab 50 Mitarbeitern haben von 5G gehört (Bildquelle: Bitkom)

 

Öffentliches 5G als Reserve bei DSL-Ausfall

Dass der öffentliche 5G-Funk als Fallback-Notreserve für defekte DSL- und Glasfaser-Leitungen bei Firmen zum Einsatz kommen wird, steht außer Zweifel. Das war und ist auch schon mit 3G und mit 4G der Fall. Ein guter 3G-4G-5G-Router, direkt am Fenster oder auf dem Dach, kann zur Not auch einen hausinternen WLAN-Hotspot mit Internet bespielen.

Dass öffentliches (!) 5G aber auch von außen durch dicke Mauern erfolgreich direkt in die ganze Firma hinein strahlen wird, ist eher unwahrscheinlich, denn die typischen 5G-Pionier-Frequenzen von 3400 bis 3700 MHz kommen nun mal extrem schlecht durch Mauern, Metall-bedampfte Isolier-Scheiben und ähnlich Funk-dämpfende Materialien hindurch.

Zum Vergleich: 4G-LTE-800 bei 800 MHz wird eher für die große Flächendeckung eingesetzt, 4G-LTE-2600 bei 2600 MHz dagegen für kleinere Funk-Zellen, etwa für dichte Innenstädte: Je höher die Frequenzen, desto kürzer die Reichweiten, besonders in Umgebungen mit starken Funk-Hindernissen.

Private 5G-Netze im Campus-Bereich

Bleibt also noch die Frage, ob Firmen-eigene 5G-Sender innerhalb der eigenen Gebäude das bewährte WiFi-5 sowie das neue WiFi-6 verdrängen könnten? Dazu haben wir Meinungen von Aruba und vom ITK-Branchenverband Bitkom eingefangen.

Zuvor aber noch eine eigene Überlegung: Lokale 5G-Nutzer, etwa Firmen, Institute oder Behörden, können maximal 100 MHz für ihren Campus bei der Bundesnetzagentur beantragen. Zum Vergleich: Ein einziger WLAN-Kanal bei einem WiFi-6-Access-Point kann bis zu 160 MHz breit sein. Und sogar ein aktueller Laptop mit einem Intel Dual Band Wireless-AC 9560 WLAN-Modul beherrscht schon bis zu 160 MHz Bandbreite. Das heißt, mit nur 100 MHz Gesamtbandbreite für ein Privates 5G-Netz kann eine Firma keine allzu großen Sprünge machen.

Nur jeweils 3% der befragten Firmen ab 50 Mitarbeiter planen oder diskutieren ein privates 5G-Netz mit einer lokalen 5G-Frequenz (Bildquelle: Bitkom)

 

Bitkom beklagt mangelndes 5G-Interesse

Der ITK-Branchenverband Bitkom hat am 15. Mai 2019 eine Studie vorgestellt, bei der über 500 Industriefirmen in Deutschland zu 5G befragt wurden: „Für den Industriestandort Deutschland ist 5G eine Schlüsseltechnologie“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Sehr hohe Geschwindigkeiten und ultrakurze Reaktionszeiten sind die Basis für die smarte Fabrik. Die deutsche Industrie bekommt mit 5G einen enormen Schub.“

Umso erstaunlicher sei es für den Bitkom, dass die 5G-Versorgung für 55 Prozent der Industrieunternehmen momentan noch kein Thema ist. „Die Bundesnetzagentur hat Frequenzbereiche für die lokale 5G-Nutzung reserviert. Wenn kaum ein Unternehmen davon Gebrauch machen will, liegen diese Frequenzblöcke ungenutzt brach. Wer sich jetzt nicht mit 5G beschäftigt, riskiert das Geschäft von morgen,“ sagt Achim Berg.

Bei der Indoor-Funkvernetzung scheint WLAN auch im 5G-Zeitalter der absolute Favorit zu bleiben (Bildquelle: Bitkom)

 

Überhöhte Wahrnehmung der 5G-Möglichkeiten

Dagegen stellte Axel Simon, Chief Technologist bei Aruba, schon in unserer Story vom 3. Mai 2019 fest, dass es „in Deutschland derzeit eine überhöhte Wahrnehmung der Möglichkeiten von 5G gibt. Allerdings haben schon 3G und 4G angekündigt, WLAN überflüssig zu machen und dieses Versprechen nicht eingelöst. Hier sind sowohl Politik als auch die Anbieter aufgefordert, realistisch zu argumentieren und nicht ein Strohfeuer zu entfachen.

Am Ende ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich ähnlich gestaltet, wie in der Vergangenheit: Mobilfunk wird im Außenbereich eine große Rolle spielen, wohingegen WLAN seine Rolle sowohl Inhouse als auch in hochfrequentierten Umgebungen ausbauen wird – da es ja hier nicht nur auf Konnektivität, sondern auch auf die lokationsbasierten Dienste ankommt,“ erklärte Axel Simon von Aruba bereits in unserer gesonderten Story: 5G-Mobilfunk versus WiFi-6-WLAN.

 

Bildquelle Beitragsbild: Adobe Stock

Aruba Mobile First Award für Microstaxx
06/2019
19. Juni 2019

Aruba Mobile First Award für Microstaxx

Mobile First Award für Microstaxx - Herzlichen Dank an Aruba

11. Juni – 14. Juni 2019, Sibenik/Kroatien

19. Juni 2019

Künstliche Intelligenz führt medizinische Bildgebung in eine neue Dimension

Die medizinische Bildgebung bietet ein Fenster in den menschlichen Körper. Um wirklich genau interpretieren zu können, was im Körper vorgeht, brauchen Ärzte 3D-Bilder – insbesondere während einer laufenden Operation. Dank Künstlicher Intelligenz gelingt es, 2D-Ultraschalldaten in 3D-Bilder umzuwandeln.

Geheimnis Gehirn

Das menschliche Gehirn enthält etwa 100 Milliarden Neuronen mit 100 Billionen Verbindungen. Daher ist es eigentlich kein Wunder, dass das Gehirn für Wissenschaftler weiterhin rätselhaft bleibt. Das von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene „Human Brain Project“ soll Daten darüber sammeln, wie das Gehirn funktioniert. Im Rahmen dieser Bemühungen erstellen die Forscher des Forschungszentrums Jülich in Deutschland ein 3D-Modell des Gehirns, indem sie Tausende von Hirnschnitten mittels Deep Learning analysieren. Diese Forschung verwendet einen Supercomputer mit NVIDIA Tesla P100-Grafikprozessoren.

Auswirkung von Medikamenten auf das Gehirn

Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer betreffen weltweit rund 50 Millionen Menschen, sind aber noch nicht heilbar. Wissenschaftler wetteifern darum, wirksame Arzneimittelbehandlungen zu entdecken – mithilfe der Unterstützung von GPUs. Bei der Untersuchung der Auswirkungen eines Medikaments auf das Gehirn verwenden Wissenschaftler hochauflösende Hirnscans. Ein einzelner Scan enthält Hunderte von Schichtbildern mit jeweils 120 Gigabyte Daten. Die Forscher verbringen Stunden oder Tage damit, diese Scans zu kommentieren, um die Wirkung von Substanzen zu verstehen. Doch Forscher der Université de Reims in Frankreich haben eine Software entwickelt, die eine interaktive Analyse von Hunderten von Petabyte Hirnscandaten mit etwa 50 Bildern pro Sekunde ermöglicht. Wissenschaftler können einen Scan stufenlos ein- und auszoomen und Schlüsselzellen innerhalb der Benutzeroberfläche kommentieren, was einen enorm viel schnelleren Analyse-Workflow ermöglicht. Das Team verwendet NVIDIA Quadro-Grafikprozessoren, um seine Arbeit zu beschleunigen.

3D-Sehen während der OP

Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) geben Einblicke in die Anatomie und Körperprozesse, die es Ärzten ermöglichen, effektive Diagnosen und umfassende Behandlungspläne zu erstellen. Aber CTs und MRTs haben Grenzen, insbesondere können die großen, komplexen Maschinen nicht während der Operation eingesetzt werden. Doch nun tritt die Software-Suite des Münchener Start-ups und NVIDIA Inception-Programmmitglieds ImFusion an, 2D-Ultraschall-Scans in 3D-Bilder zu konvertieren. Das geschieht unter Verwendung einer Reihe von KI-Algorithmen, die mit NVIDIA-Grafikprozessoren entwickelt wurden. Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und Unternehmen nutzen die Algorithmen von ImFusion bereits, um Prototypen neuer medizinischer Bildgebungsgeräte und chirurgische Roboter zu entwickeln.

Die österreichische piur imaging GmbH beispielsweise arbeitet mit ImFusion zusammen, um teure und zeitaufwändige Scans durch tomographische Ultraschallbilder zu ersetzen. Das PIUR tUS-System verbessert die klinischen Arbeitsabläufe für die vaskuläre, abdominale und neurologische Diagnostik und Behandlung. Es ist das erste System, das in der Lage ist, jedes Ultraschallgerät mit tomographischen Fähigkeiten zu erweitern. Dazu gehören die 2D- bis 3D-Ultraschallrekonstruktion oder etwa die Echtzeit-Erkennung und -Segmentierung von Gefäßen. Mit dem Framework von ImFusion ist die piur-Imaging-Technologie in der Lage, Klinikern und Patienten völlig neuartige, umfassendere Erkenntnisse zur Verbesserung der Patientenversorgung zu liefern.

Mit NVIDIA Ihr Potenzial ergründen

214 deutsche KI-Start-ups waren im Frühjahr 2019 gelistet, und damit ist die Zahl der aufstrebenden Unternehmen, die in Deutschland Künstliche Intelligenz (KI) anwenden, im Vergleich zum Vorjahr bereits um 62 % angestiegen. Die meisten dieser Start-ups sitzen in Berlin (40,2 %) oder München (26,6 %), dann folgen mit Abstand Karlsruhe und Hamburg. Im internationalen Vergleich aber sind sie klein und schwach finanziert, wie das Handelsblatt im April 2019 feststellte. Doch neben vielen Gebieten, in denen Deutschland dem Weltmarkt hinterherhinkt, gibt es absolut positive Beispiele, von denen wir heute berichten.

Das Beispiel ImFusion, als eines dieser jungen Unternehmen, macht deutlich, welch enormes Potential in KI steckt. Sinnvoll angewandt helfen die KI-Algorithmen, basierend auf NVIDIA-Grafikprozessoren, den menschlichen Körper noch besser zu verstehen und so Patienten gezielter behandeln zu können.

 

 

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Microstaxx stellt Ihnen eine Aufzeichnung des Webinars, NVIDIA Academic Program for AI in Higher Education and Research in Deutscher Sprache zur Verfügung (Dauer: ca. 20 Minuten) . Darin beschreibt Ralph Hinsche, Business Development for Higher Ed and Research in Central Region NVIDIA, die empfohlene Infrastruktur und die Programme, die akademischen Einrichtungen zur Verfügung stehen, um ihre Forschung zu beschleunigen und Entdeckungen voranzutreiben.

 

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Bildquelle: NVIDIA

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